BIOMECHANISCHE RISIKOFAKTOREN IM ZUSAMMENHANG MIT DEM ILIOTIBIAL-BAND-SYNDROM BEI LÄUFERN: EINE SYSTEMATISCHE ÜBERPRÜFUNG

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Aderem J.1, Lou Q.1
1Universität Stellenbosch, Institut für Physiotherapie, Kapstadt, Südafrika

Hintergrund: Das Iliotibialband-Syndrom ist die zweithäufigste Laufverletzung. In den letzten zehn Jahren wurde eine allmähliche Zunahme ihres Auftretens festgestellt. Dies hängt möglicherweise mit der steigenden Anzahl von Läufern weltweit zusammen. Seit dem letzten systematischen Review wurden sechs weitere Artikel veröffentlicht, die diesem Review die Möglichkeit bieten, die zuvor identifizierten proximalen Risikofaktoren detaillierter zu untersuchen.

Zweck: Um die biomechanischen Risikofaktoren für Rumpf, Becken und untere Extremitäten im Zusammenhang mit dem Iliotibial-Band-Syndrom bei Läufern quantitativ zu untersuchen und einen Algorithmus für zukünftige Forschung und klinische Leitlinien bereitzustellen.

Methoden: Es wurde eine elektronische Suche nach Literatur durchgeführt, die bis April 2015 veröffentlicht wurde. Das Critical-Appraisal-Tool für quantitative Studien wurde verwendet, um die methodische Qualität geeigneter Studien zu bewerten. Forest Plots zeigten biomechanische Befunde, mittlere Differenzen und Konfidenzintervalle. Evidenzgrad und klinische Auswirkungen wurden für jeden Risikofaktor bewertet. Wo möglich, wurde eine Metaanalyse durchgeführt.

Ergebnisse: 13 Studien wurden eingeschlossen (prospektiv (n=1), Querschnittsstudien (n=12)). Insgesamt war die methodische Bewertung der Studien moderat. Läuferinnen mit beschlagenen Schuhen, die ein Iliotibial-Band-Syndrom entwickelten, zeigten während des Stands eine erhöhte maximale Hüftadduktion und eine erhöhte maximale Knie-Innenrotation. Beschuhte Läuferinnen mit Iliotibial-Band-Syndrom zeigten eine Zunahme von: Peak-Innenrotation des Knies und Peak-ipsilateralem Rumpf während des Stands.

Schlussfolgerung(en): Die Ergebnisse weisen auf neue quantitative Beweise für die biomechanischen Risikofaktoren im Zusammenhang mit dem Iliotibial-Band-Syndrom bei Läufern hin. Trotz dieser Ergebnisse weist dieser Review eine Reihe von Einschränkungen auf, darunter: die begrenzte Anzahl von Studien, geringe Effektstärken und methodische Mängel. Diese Übersichtsarbeit hat diese Mängel berücksichtigt und die besten verfügbaren Beweise zusammengefasst, um klinische Entscheidungen zu leiten und zukünftige Forschungen zur Ätiologie und zum Risiko des Iliotibial-Band-Syndroms zu planen.

Implikationen: Diese Überprüfung berücksichtigte die klinischen und forschungsbezogenen Implikationen. In diesem Stadium können wir aufgrund der begrenzten Anzahl von Studien, geringen Effektstärken und methodischen Mängeln keine abschließenden klinischen Empfehlungen geben, selbst für maximale Innenrotation des Knies und maximale ipsilaterale Rumpfflexion. Der Beweis für Faktoren, die Läufer für die Entwicklung von ITBS prädisponieren können, bleibt auf eine einzige Studie beschränkt. Trotz dieser Mängel fasste unser Review die besten verfügbaren Beweise zusammen, um klinische Entscheidungen zu leiten oder zukünftige Forschung zu planen. Kliniker, die eine Ganganalyse durchführen, sollten die Art der Schuhe berücksichtigen, die der Läufer trägt, und ob er bis zur Ermüdung läuft, da dies ebenfalls Auswirkungen hat. Zukünftige Studien sollten Daten zu Männern und Frauen getrennt berichten. Die wichtigste Erkenntnis unserer Überprüfung ist, dass wir viele methodische Faktoren identifiziert haben, die in der zukünftigen Forschung berücksichtigt werden sollten. Unsere prägnante, quantitative Darstellung der in diesem Review vorgestellten Daten könnte zukünftigen Forschern mit den Daten helfen, die zur Berechnung der Stichprobengrößen erforderlich sind. Zukünftige Studien sollten über Zuverlässigkeit und Messfehler berichten, um die zurechenbare Rolle potenzieller Risikofaktoren im Zusammenhang mit ITBS zu verstehen. Sie sollten veröffentlichte Risikofaktoren berücksichtigen, um Studien vergleichen zu können. Auch eine physiologisch plausible Theorie für ausgewählte Risikofaktoren fehlt und sollte zukünftig adressiert werden.

Finanzierungshinweise: Es war keine Finanzierung erforderlich

Thema: Sport & Sportverletzungen

Ethik-Genehmigung: Das Studienprotokoll wurde von der Ethikkommission für Gesundheitsforschung der Universität Stellenbosch in Kapstadt, Südafrika, genehmigt.


Alle Autoren, Zugehörigkeiten und Abstracts wurden wie eingereicht veröffentlicht.

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