KOGNITIVE FUNKTIONELLE THERAPIE IM VERGLEICH MIT BEWEGUNGS- UND BILDUNGSKLASSEN BEI UNSPEZIFISCHEN CHRONISCHEN RÜCKENSCHMERZEN: EINE MULTIZENTRALE RANDOMISIERTE KONTROLLIERTE STUDIE

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O’Keeffe M1,2,3, O’Sullivan P4,5, Purtil H6, Bargary N6, O’Sullivan K3,7
1University of Sydney, School of Public Health, Sydney, Australien, 2Institute for Musculoskeletal Health, Sydney, Australien, 3University of Limerick, School of Allied Health, Limerick, Irland, 4Curtin University, Health Sciences Division, School of Physiotherapy and Exercise Science, Perth, Australien, 5Bodylogic Physiotherapie, Perth, Australien, 6University of Limerick, Fachbereich Mathematik & Statistik, Limerick, Irland, 7Aspetar Orthopaedic and Sports Medicine Hospital, Sports Spine Center, Doha, Katar

Hintergrund: Unspezifischer chronischer Kreuzschmerz (NSCLBP) ist eine kostspielige Erkrankung, die mit einem komplexen Zusammenspiel biopsychosozialer Faktoren einhergeht. Die kognitive Funktionstherapie (CFT) ist eine patientenzentrierte Intervention, die schmerzbezogene Verhaltensweisen auf kognitiv integrierte, funktionsspezifische und abgestufte Weise direkt herausfordert. Eine klinische Studie zeigte die Überlegenheit der individualisierten CFT für NSCLBP im Vergleich zu manueller Therapie und Übungen. Mehrere Studien haben jedoch gezeigt, dass Gruppeninterventionen bei muskuloskelettalen Schmerzzuständen genauso wirksam sind wie Einzelinterventionen. Daher ist es wichtig zu prüfen, ob eine individualisierte Intervention wie CFT im Vergleich zu einem Übungs- und Schulungskurs klinische Wirksamkeit zeigt.

Zweck: Vergleich einer individualisierten multidimensionalen Intervention (CFT) mit gruppenbasierten Übungs- und Schulungskursen zu Schmerzen und Behinderungen bei Personen mit NSCLBP.

Methoden: Design: Eine multizentrische, einfach verblindete, randomisierte, kontrollierte Studie.

Setting: Zwei Primärversorgungszentren und ein öffentliches Krankenhaus in Irland.

Teilnehmer: Personen im Alter von 18 bis 75 Jahren mit NSCLBP für mehr als sechs Monate, die mindestens 14 % des Oswestry Disability Index (ODI) erreichen.

Interventionen: Eine physiotherapiegeleitete individualisierte mehrdimensionale Intervention (n=106), bei der die Dauer der Intervention auf pragmatische Weise je nach klinischem Fortschritt der Teilnehmer variierte, und sechs Übungs- und Schulungsklassen über einen Zeitraum von sechs bis acht Wochen (n=100).
Hauptergebnisse und Analyse: Primäre Endpunkte waren funktionelle Behinderung (ODI (0 = keine Behinderung, 100 = schlimmste Behinderung) und Schmerzintensität in der letzten Woche (0 = keine Schmerzen, 10 = schlimmste Schmerzen) nach der Intervention, sechs Monate nach der Randomisierung und 12 Monate nach der Randomisierung Randomisierung Die Analyse erfolgte nach Behandlungsabsicht, und die Behandlungseffekte wurden mit linearen gemischten Modellen berechnet.

Ergebnisse: Von 206 randomisierten Teilnehmern (darunter 152 Frauen; mittleres Alter 48.7 Jahre (Standardabweichung 14.1 Jahre) schlossen 130 (63 %) die Nachbeobachtung nach der Intervention ab, 148 (72 %) schlossen die sechsmonatige Nachbeobachtung ab und 142 (69 % ) schlossen die 12-monatige Nachbeobachtung ab.
At post-intervention, the mean disability score was 17.33 in the individualised intervention and 25.73 in the class (mean difference, 8.04; 95% confidence interval [CI] 4.43 to 12.73; p 0.001). At six months, the mean disability score was 19.98 in the individualised intervention and 28.65 in the group intervention (mean difference, 8.7; 95% CI 3.76 to 13.59; p=0.001). At 12 months, the mean disability score was 21.37 in the individualised intervention and 28.51 in the group intervention (mean difference, 7.1; 95% CI 2.40 to 11.88; p=0.003).
The personalised intervention led to greater reductions in disability compared to the group intervention at six months (mean difference, 8.65; 95% CI 3.66 to 13.64; p=0.001), and at 12 months (mean difference, 7.02; 95% CI 2.24 to 11.80; p=0.004).

Schlussfolgerung(en): Die individualisierte multidimensionale Intervention führte zu einer reduzierten Behinderung zu allen Nachsorgezeitpunkten im Vergleich zu einem Bewegungs- und Schulungskurs, die Schmerzen wurden jedoch nur nach der Behandlung und nicht nach sechs oder 12 Monaten reduziert. Diese Ergebnisse unterstützen das Potenzial für individualisierte mehrdimensionale Interventionen zur Verbesserung der Behinderungsergebnisse bei NSCLBP, es können jedoch zusätzliche Strategien erforderlich sein, um die Verbesserungen langfristig aufrechtzuerhalten.

Implikationen: Diese individualisierte Intervention kann die klinischen Ergebnisse für Menschen mit NSCLBP optimieren.

Stichwort: Rückenschmerzen, kognitive Funktionstherapie, Gruppenübungen und Bildung

Finanzierungshinweise: Der Erstautor erhielt ein persönliches Promotionsstipendium des Irish Research Council. Weitere Fördermittel wurden nicht erhalten.

Thema: Bewegungsapparat; Schmerz & Schmerzmanagement; Behinderung & Rehabilitation

Ethikgenehmigung erforderlich: Ja
Institution: Universität Limerick
Ethikkommission: Ethikkommission des Mayo General Hospital
Ethiknummer: MGH-14-UL


Alle Autoren, Zugehörigkeiten und Abstracts wurden wie eingereicht veröffentlicht.

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