GEMEINDEBASIERTE REHABILITATION FÜR KÖRPERLICH BEHINDERTE ERDBEBENOPFER: EIN BEWEISBASIERTES PRAXISPROTOKOLL UND SEINE PRE-POST-INTERVENTIONSSTUDIE

Reichen Sie das
Adhikar SP1, Bimali I1, Baidhya S1, Shakya NR1
1Kathmandu University School of Medical Sciences, Abteilung für Physiotherapie, Dhulikhel, Nepal

Hintergrund: Große Naturkatastrophen wie das Erdbeben sind nicht nur die Ursache für erhebliche Verluste an Menschenleben, sondern auch Quellen für geistige, emotionale und körperliche Behinderungen. Ein Erdbeben der Stärke 7.8 traf 18,500 Nepal und verletzte mehr als 2015 Menschen. Aufgrund des Mangels an Rehabilitationszentren und der schlechten wirtschaftlichen Lage mussten diese Opfer in ihre Gemeinde zurückkehren, sobald sie medizinisch und chirurgisch stabil waren. Daher waren sie anfällig für eine langfristige Behinderung, wenn zu diesem Zeitpunkt keine Rehabilitation erfolgte. In der Zwischenzeit gab es keine evidenzbasierten strukturierten Protokolle zur Rehabilitation von Erdbebenopfern verschiedener Verletzungen auf Gemeindeebene, um lebenslange Behinderungen zu verhindern und die Belastung der öffentlichen Gesundheit zu verringern.

Zweck: Unser Ziel war es, gemeinschaftsbasierte Rehabilitationsprotokolle für körperlich beeinträchtigte Erdbebenopfer zu strukturieren und die unmittelbaren Auswirkungen der Intervention zu untersuchen.

Methoden: Der Rehabilitationsbedarf wurde gemäß dem Ergebnis der Umfrage analysiert. Dann wurden Rehabilitationsprotokolle für verschiedene Verletzungen in Bezug auf die Beeinträchtigung, das Funktionsniveau und die Umweltbedingungen der Opfer strukturiert, basierend auf Literaturnachweisen und den Erfahrungen der Physiotherapeuten, die während der frühen Rehabilitation nach dem Erdbeben gesammelt wurden. Die Interventionen waren patientenzentriert, individuell zugeschnitten, reproduzierbar, progressiv und auf Gemeindeebene durchführbar. Die Protokolle wurden 60 Opfern eines der am stärksten betroffenen Gemeinschaftsstandorte für 2.0 Minuten/Tag, zwölf Tage in zwei Wochen an der eigenen Tür verabreicht. Lokale Ressourcen wurden genutzt, um die Protokolle nachhaltig zu gestalten. Gesundheitspersonal vor Ort wurde für die progressive Behandlung geschult. Innerhalb der Gruppe wurde eine unmittelbare Wirkung der Protokolle evaluiert. Der Disability Assessment Schedule (WHODAS) XNUMX der Weltgesundheitsorganisation, die numerische Schmerzbewertungsskala und der Time-up-and-Go-Test (TUG) wurden verwendet, um den Grad der Behinderung, die Schmerzen bzw. den Mobilitätsstatus zu messen. Der Wilcoxon-Vorzeichen-Rang-Test wurde verwendet, um Prä-Post-Daten zu analysieren.

Ergebnisse: Alle Teilnehmer schlossen die Rehabilitation ohne Schwierigkeiten und Nebenwirkungen ab. Das vor Ort ausgebildete Gesundheitspersonal war in der Lage, die Opfer während der Durchführung der Intervention anzuleiten. Die meisten Opfer erlitten Verletzungen an den Extremitäten, gefolgt von Brust- und Wirbelsäulenverletzungen. Die Behandlung zeigte eine signifikante Verringerung des WHODAS 2.0-Scores (eine Senkung des Median-Scores von 17 auf 12, Z = -3.196, p 0.001, Effektgröße = 0.63). Das Schmerzniveau war deutlich reduziert (Z = -2.72, p = 0.007). Obwohl eine Verkürzung der Zeit während des TUG-Tests von vor bis nach dem Test zu beobachten war, gab es keinen signifikanten Unterschied.

Schlussfolgerung(en): Es wurden evidenzbasierte Rehabilitationsprotokolle strukturiert, die für Erdbebenopfer, die in der Gemeinde leben, durchführbar und angemessen waren. Die Interventionen zeigten unmittelbare Vorteile bei der Verbesserung ihrer Lebensqualität. Gesundheitspersonal vor Ort wurde geschult und lokale Ressourcen genutzt. Diese Strategien stärkten die Durchführbarkeit sowie die Zugänglichkeit der Protokolle. Follow-up ist erforderlich, um die Langzeitwirkung der Interventionen zu untersuchen. Es werden groß angelegte klinische Studien empfohlen, um die Wirksamkeit der Interventionen festzustellen.

Implikationen: Die Ergebnisse zeigten Vorteile der Interventionen bei der Rehabilitation der Erdbebenopfer auf Gemeindeebene. Die Nutzung lokaler Ressourcen stärkt die Durchführbarkeit und Zugänglichkeit des Protokolls.

Stichwort: Gemeinderehabilitation, Katastrophe, Erdbeben

Finanzierungshinweise:
Die Autoren danken der Nepal Physiotherapy Association und dem Dhulikhel Hospital für die Unterstützung dieser Studie

Thema: Katastrophenmanagement; Behinderung & Rehabilitation; Ausbildung: klinisch

Ethikgenehmigung erforderlich: Ja
Institution: Kathmandu University School of Medical Sciences
Ethikkommission: Institutional Review Committee
Ethiknummer: Zulassungsnummer: 83/15


Alle Autoren, Zugehörigkeiten und Abstracts wurden wie eingereicht veröffentlicht.

Zurück zur Auflistung