VERGLEICH VON ISOMETRISCHEN, KONZENTRISCHEN UND EXZENTRISCHEN ROTATORMANSCHETTENÜBUNGEN IN DER PHYSIOTHERAPIE-VERWALTUNG DES SUBAKROMIALEN SCHMERZSYNDROMS: EINE MACHBARKEITSSTUDIE

R. Kinsella1,2, S. Cowan1, L. Watson3, T. Pizzari1
1La Trobe University, La Trobe Sport and Exercise Medicine Research Centre, Melbourne, Australien, 2St Vincent's Hospital Melbourne, Physiotherapie, Melbourne, Australien, 3Melbourne Shoulder Group, Melbourne, Australien

Hintergrund: Das subakromiale Schmerzsyndrom (SPS) mit Rotatorenmanschetten-Tendinopathie ist eine häufige Ursache für Schulterschmerzen und -behinderungen. Strukturiertes Training ist bei der Behandlung von SPS wirksam, wobei in Studien mit Umschulung der Schulterblätter und Stärkung der Rotatorenmanschette signifikante Verbesserungen beobachtet wurden. Es ist nicht bekannt, ob eine Variation des Kontraktionsmodus während der Kräftigungsübungen der Rotatorenmanschette die Ergebnisse bei dieser Erkrankung verbessert.  

Zweck: Das Hauptziel dieser Pilotstudie war es, die Durchführbarkeit einer großen randomisierten kontrollierten Studie (RCT) zu bestimmen, in der die Auswirkungen verschiedener Arten von Kontraktionen der Rotatorenmanschette (isometrisch, konzentrisch und exzentrisch) verglichen werden, wenn sie als Teil eines halbstandardisierten Programms verwendet werden in Teilnehmer mit SPS. Das sekundäre Ziel war die Beobachtung der Behandlungseffekte, um zu untersuchen, ob durch eine der drei untersuchten Interventionen größere Verbesserungen in Bezug auf Schmerz, Kraft oder Funktion erzielt wurden.

Methoden: Die Diagnose von SPS ist komplex, wobei Freiwillige mit einem evidenzbasierten Algorithmus körperlicher Tests gescreent werden. Geeignete Teilnehmer wurden randomisiert einer von drei Gruppen zugeteilt, die entweder isometrische, konzentrische oder exzentrische Kräftigungsübungen für die Rotatorenmanschette beinhalteten. Sie absolvierten fünf physiotherapeutische Einzelsitzungen, die durch ein Heimübungsprogramm verstärkt wurden. Jede Gruppe nutzte in den ersten sechs Wochen die unterschiedliche Art der Rotatorenmanschettenstärkung, gefolgt von sechs Wochen unabhängiger Progression, wobei die Übungen nicht mehr gruppenspezifisch waren. Zu den wichtigsten bewerteten Durchführbarkeitsparametern gehörten: Einfache Rekrutierung, Adhärenz, Einhaltung der verschiedenen Studienkomponenten, einschließlich Heimübungsprogramm, Abbrecherquoten und unerwünschte Ereignisse. Zu den sekundären Ergebnissen gehörten: der Western Ontario Rotator Cuff Index (WORC), der Shoulder Pain and Disability Index (SPADI), eine 11-Punkte-numerische Bewertungsskala (NRS) für Schmerzen, Schulterkraft unter Verwendung eines tragbaren Dynamometers und eine globale Bewertung of Change Score (5-Punkte-Likert-Skala).

Ergebnisse: Von 88 interessierten Freiwilligen wurden 47 (53 %) von Angesicht zu Angesicht über den Algorithmus gescreent, wobei 30 (26 %) von ihnen für die Studie randomisiert wurden. Hauptgründe für den Ausschluss waren positive Anzeichen einer adhäsiven Kapsulitis und ein dominantes zervikales Überweisungsmuster. Es waren 16 (53 %) Frauen. Das Durchschnittsalter betrug 45.8 (SD=14.9) Jahre. Die mittlere Dauer der Symptome betrug 16.3 (SD = 17.4) Monate. Die Einhaltung der Intervention betrug 90 %, wobei 3 durch die Nachbeobachtung verloren gingen. Es wurden keine schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse gemeldet. Signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen wurden nicht beobachtet. Für die gesamte Kohorte zeigte der Prä-Post-Eingriff (Wilcoxon-Sign-Rank) einen signifikanten Unterschied für alle sekundären Endpunkte nach 6 und 12 Wochen, wobei sich der mittlere WORC-Score um 33 % (p < 0.05) und SPADI um 24 % verbesserte. (p < 0.05). Sowohl nach 6 als auch nach 12 Wochen wurden signifikante Kraftzuwächse in der gesamten Kohorte beobachtet. Von den 27 Teilnehmern bewerteten 24 (89 %) ihre Symptome nach der Intervention auf dem Global Rating of Change Score als „viel besser“.       

Schlussfolgerung(en): Die Ergebnisse dieser Studie unterstützen die Machbarkeit einer umfassenden RCT zur Bestimmung der Wirksamkeit verschiedener Kontraktionsmodi während Rotatorenmanschettenübungen, wenn sie als Teil eines halbstandardisierten Programms bei Teilnehmern mit SPS verwendet werden. Signifikante Verbesserungen der Beeinträchtigung und Funktion wurden bei Teilnehmern beobachtet, die eine kurze übungsbasierte Intervention durchführten, unabhängig vom Kontraktionsmodus.

Implikationen: Ein auf das Schulterblatt ausgerichtetes Kräftigungsprogramm der Rotatorenmanschette, das die Prinzipien der progressiven Sehnenbelastung nutzt, ist bei Patienten mit SPS wirksam und kann leicht in Schulterrehabilitationsprotokolle integriert werden.  

Finanzierung, Danksagungen: Die Studie wurde vom Zimmer Biomet Grant der Arthritis Australia Foundation und dem St Vincent's Hospital Research Endowment Fund finanziert

Stichwort: Tendinopathie, subakromialer Schmerz, Rehabilitation

Thema: Bewegungsapparat: obere Extremität

War für diese Arbeit eine ethische Genehmigung erforderlich? ja
Einrichtung: St. Vincent's Hospital Melbourne
Komitee: St. Vincent's Hospital Melbourne HREC
Ethiknummer: LNR/16/SVHM/169


Alle Autoren, Zugehörigkeiten und Abstracts wurden wie eingereicht veröffentlicht.

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