DEFINIEREN VON INTERESSIERENDEN MUSKULAREN REGIONEN AUS DER AXIALEN MAGNET-RESONANZ-BILDGEBUNG: EINE SCOPING-ÜBERPRÜFUNG DER LATERALEN HÜFTMUSKULATUR

Z. Perraton1, P. Lawrenson2,3, A. Mosler1, J. Elliott4, KA Weber5, J. Cornwall6, R. Crawford7, K.Crossley1, A. Semciw1,8
1La Trobe University, La Trobe Sport and Exercise Medicine Research Centre, Melbourne, Australien, 2University of Queensland, School of Health and Rehabilitation Sciences, Brisbane, Australien, 3University of Otago, Department of Anatomy, School of Biomedical Science, Dunedin, Neuseeland, 4The University of Sydney and The Northern Sydney Local Health District, The Kolling Institute, Faculty of Medicine and Health, Sydney, Australien, 5Stanford University School of Medicine, Abteilung für Anästhesiologie, perioperative und Schmerzmedizin, Kalifornien, Vereinigte Staaten, 6The University of Otago, Centre for Early Learning in Medicine, Otago Medical School, Dunedin, Neuseeland, 7Body Urbanism Consultancy, Rotterdam, Niederlande, 8Northern Health, Northern Centre for Health, Education and Research, Melbourne, Australien

Hintergrund: Eine optimale Funktion der seitlichen Hüftmuskulatur kann für die Aufrechterhaltung der Gesundheit des Hüftgelenks von entscheidender Bedeutung sein. Die Kenntnis der Muskelmorphologie und -zusammensetzung (z. B. Fettinfiltration) kann bei der Beurteilung und Behandlung von Hüfterkrankungen hilfreich sein, wobei solche Messungen zur Überwachung der Pathologie nützlich sind oder die Auswirkungen von Eingriffen.
Die Magnetresonanztomographie (MRI) wird zunehmend zur Beurteilung der Muskelmorphologie und -zusammensetzung verwendet, jedoch sind derzeit keine Standardprotokolle oder Richtlinien verfügbar, um die heterogenen Methoden zu synthetisieren, die derzeit zur Bewertung dieser Merkmale eingesetzt werden. Eine standardisierte Methodik ist notwendig, um zukünftige Studien zu leiten und die Synthese von Daten über Studien hinweg zu ermöglichen, um den Beitrag der Muskelmorphologie und -zusammensetzung zu gesundem Altern, Pathologie, Symptomprogression und Rehabilitationsergebnissen besser zu verstehen.

Zweck: Diese Scoping-Überprüfung zielt darauf ab, aktuelle MRT-Protokolle zusammenzustellen und zusammenzufassen und Empfehlungen für eine standardisierte Methode zur MRT-Beurteilung der lateralen Hüftmuskelmorphologie und -zusammensetzung zu geben.

Methoden: Fünf elektronische Datenbanken (Medline, CINAHL, Embase, SportDISCUS und AMED) wurden durchsucht. Alle muskuloskelettalen Studien, die eine MRT-Untersuchung beschrieben, um die Größe der lateralen Hüftmuskulatur und die Fettinfiltration zu beurteilen, wurden eingeschlossen. Zu den interessierenden lateralen Hüftmuskeln gehörten: Tensor fascia latae (TFL), Gluteus maximus, Gluteus medius und Gluteus minimus. Details zu MRT-Parametern, anatomischer Region of Interest, Muskelgröße und Fettinfiltratprotokollen wurden gesammelt.

Ergebnisse: Von 2,560 Studien erfüllten XNUMX die Einschlusskriterien für diesen Review. Eine Reihe von muskuloskelettalen Erkrankungen wurde identifiziert, bei denen eine MRT-Muskelmorphologie-Beurteilung verwendet wurde, darunter: Hüftarthrose, Gluteal-Tendinopathie und totaler Hüftersatz. In einer Reihe von Studien wurde die MRT verwendet, um die Interventionsergebnisse für hüftorientierte Rehabilitationsprogramme sowie Sport- und Kraftübungen für die unteren Extremitäten zu bewerten.
Die Stärke des MRT-Scanners lag zwischen 1.5 und 3 Tesla. Die Schichtdicke reichte von 3 mm bis 10 mm, wobei ein Drittel der Studien keine Dicke angab. Die Mehrzahl der Studien umfasste eine T1-gewichtete MRT-Sequenzierung. Andere Sequenzierungen umfassten DIXON-, STIR- und T2-fettunterdrückte Bilder. Die Sichtfeldmaße reichten von 80 x 140 mm bis 400 x 400 mm. Die Muskelgröße wurde entweder nach Querschnittsfläche (CSA) oder nach Volumen gemessen. Das Fettinfiltrat wurde entweder auf einer Prozentskala oder auf zuvor bestimmten Fünf-Punkte-Skalen vom Likert-Typ (Goutallier-Klassifikationssystem) gemessen. Die zur Angabe individueller Muskeleigenschaften verwendeten anatomischen Orientierungspunkte waren inkonsistent und sehr unterschiedlich, wie z. B. CSA-Referenzwerte für den Gluteus minimus, die unterschiedlich an der vorderen unteren Beckenwirbelsäule, am oberen Rand des Acetabulums und unterhalb des ipsilateralen Iliosakralgelenks angegeben wurden.

Schlussfolgerung(en): Diese Übersicht hat MRT-Parameter und anatomische Regionen von Interesse für die seitlichen Hüftmuskeln aus der vorhandenen Literatur zusammengefasst. Die generierten Daten sollen die Etablierung einer standardisierten Methode zur Untersuchung der lateralen Hüftmuskulatur mittels MRT unterstützen.

Implikationen: Die Etablierung einer standardisierten Methode für die MRT-Beurteilung der seitlichen Hüftmuskulatur wird die Untersuchung von muskuloskelettalen Zuständen rund um das Hüftgelenk unterstützen, indem eine genauere Datensynthese und Verbesserungen der Gültigkeit zukünftiger Analysen zwischen Studien ermöglicht werden. Dies kann dazu beitragen, das Wissen über Krankheitsmerkmale, das Fortschreiten der Pathologie und die muskuläre Reaktion auf Gesundheit, Verletzung und Management zu erweitern.

Finanzierung, Danksagungen:  Zuzana Perraton wird durch ein NHMRC-Postgraduiertenstipendium unterstützt (APP1191009)

Stichwort: Hüfte, MRT, Muskelmorphologie

Thema: Forschungsmethodik, Wissensübersetzung & Implementierungswissenschaft

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