DIE AUSWIRKUNG DER EXTERNEN BELASTUNG AUF GLENOHUMERALE TRANSLATIONEN WÄHREND DER ÜBUNGEN BEI PATIENTEN MIT HEDS/HSD UND MULTIDIRECTIONALER SCHULTERINSTABILITÄT

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Spanhove V1, De Wandele I2, Hougs Kjær B3, Malfait F2, VanderstukkenF1, kühlt A1
1Universität Gent, Gent, Belgien, 2Universitätsklinikum Gent, Gent, Belgien, 3Universitätskliniken Bispebjerg und Frederiksberg, Kopenhagen, Dänemark

Hintergrund: Das Hauptproblem sowohl bei Hypermobilitätsspektrumstörungen (HSD) als auch beim Hypermobilitätstyp des Ehlers-Danlos-Syndroms (hEDS) ist die Gelenkhypermobilität, die zu Gelenkverrenkungen führt. Diese Verrenkungen verursachen muskuloskelettale Symptome mit schmerzhaften Bereichen, insbesondere im Schulterbereich. Bislang sind Muskelkräftigungsübungen ein Hauptelement der aktuellen Rehabilitation von Patienten mit Gelenkhypermobilität. Über die Auswirkungen dieser Rehabilitationsübungen auf die Schulter mit multidirektionaler Instabilität (MDI) bei Patienten mit hEDS/HSD ist jedoch wenig bekannt.

Zweck: Ziel dieser Studie ist es zu untersuchen, ob Patienten mit diagnostiziertem hEDS oder HSD und MDI im Vergleich zu gesunden Personen während fünf statischer Übungen eine erhöhte Glenohumeraltranslation aufweisen. Darüber hinaus soll die Translationsrichtung beschrieben werden, um Leitlinien für die Bewegungstherapie bei Patienten mit Schultergelenkhypermobilität zu erstellen.

Methoden: An dieser Studie nahmen 34.8 Patientinnen (Alter 13.11 ± 20 Jahre) mit hEDS/HSD und MDI sowie 34.3 gesunde weibliche Kontrollpersonen (Alter 11.17 ± 2 Jahre) teil. Der acromiohumerale (AHD) und humeralglenoidale Abstand (HGD) wurden während fünf isometrischer Übungen per Ultraschall gemessen: Schulteraußenrotation, Schulterstreckung, Schulterflexion, Ellenbogenstreckung und Halten einer XNUMX kg schweren Hantel. Um den Einfluss jeder Übung auf den AHD und HGD zu beurteilen, wurde eine ANOVA mit wiederholten Messungen (gemischtes Design) durchgeführt.

Ergebnisse: Bei isometrischer Schulterstreckung, Ellenbogenstreckung und Hantelbelastung zeigten die Patienten eine signifikant größere Veränderung des AHD im Vergleich zu den Kontrollpersonen. Bei den Patienten war der AHD bei isometrischer Schulterflexion, Extension und Ellenbogenstreckung signifikant kleiner als der im Ruhezustand gemessene AHD. Im Gegensatz dazu war der AHD bei isometrischer Außenrotation und Hantelbelastung signifikant größer als der im Ruhezustand gemessene AHD. In Bezug auf den HGD wurden keine signifikanten Unterschiede zwischen Patienten und Kontrollpersonen beobachtet. Bei den Patienten wurden jedoch bei isometrischer Schulterflexion signifikant kleinere HGD-Werte festgestellt als beim HGD im Ruhezustand.

Schlussfolgerung(en): Eine isometrische Außenrotation und das Halten einer 2 kg schweren Hantel verursachten bei Patienten mit hEDS/HSD und MDI eine inferiore Translation, während eine isometrische Schulterflexion bzw. Schulter-/Ellenbogenextension zu einer anterior-superioren bzw. superioren Translation führte.

Implikationen: Obwohl die Schlussfolgerungen aus dieser Studie nur als vorläufig angesehen werden können, können die Ergebnisse unserer Studie die Erkenntnisse des Klinikers bei der Gestaltung von Trainingsprogrammen für Patienten mit MDI erweitern. Isometrische Außenrotationsübungen können bei der Rehabilitation von Symptomen im Zusammenhang mit subacromialem Impingement eingesetzt werden. Darüber hinaus ist bei der Verwendung von isometrischen Flexions-, Extensions- und Ellenbogenextensionsübungen bei der Rehabilitation von Patienten mit Symptomen im Zusammenhang mit Impingement Vorsicht geboten, da die obere Humerusdezentralisierung für eine erhöhte Kompression des subacromialen Gewebes verantwortlich sein kann. Dennoch können isometrische Schulterflexions- sowie isometrische Schulter- und Ellenbogenextensionsübungen bei Patienten mit einer offensichtlichen posterior-inferioren und inferioren Schulterinstabilität von Vorteil sein. Schließlich unterstreichen unsere Ergebnisse die Notwendigkeit von Rehabilitationsrichtlinien, die von der Verwendung von Hantelgewichten von 2 kg oder mehr bei Übungen für Patienten mit hEDS/HSD und MDI abraten, insbesondere in der frühen Phase der Rehabilitation, aufgrund des Risikos einer inferioren (Sub-)Luxation des Humeruskopfes.

Stichwort: Ehlers-Danlos-Syndrom, Hypermobilitätsspektrumstörungen, Multidirektionale Schulterinstabilität

Finanzierungshinweise: Diese Arbeit wurde durch ein Stipendium der Universität Gent unterstützt [BOF17/DOC/220].

Thema: Muskel-Skelett-System: obere Extremität; Behinderung und Rehabilitation

Ethikgenehmigung erforderlich: ja
Institution: Universitätsklinikum Gent
Ethikkommission: Commissie voor medische ethiek
Ethiknummer: 2017/0941


Alle Autoren, Zugehörigkeiten und Abstracts wurden wie eingereicht veröffentlicht.

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