WIRKSAMKEIT VON NICHT-PHARMAKOLOGISCHEN THERAPEUTISCHEN INTERVENTIONEN FÜR SCHMERZ UND KÖRPERFUNKTION BEI ERWACHSENEN MIT RIPPENFRAKTUREN: EINE SYSTEMATISCHE ÜBERPRÜFUNG UND META-ANALYSE

B J Weinberg1, R.Roos1,2, H. van Aswegen1
1University of the Witwatersrand, Physiotherapie, Johannesburg, Südafrika, 2Das Wits-JBI Center for Evidence-Based Practice: Ein Exzellenzzentrum des Joanna Briggs Institute, Physiotherapie, Johannesburg, Südafrika

Hintergrund: Rippenfrakturen sind die häufigste Thoraxverletzung, die nach einem stumpfen Brusttrauma auftritt, und sind eine bemerkenswerte Quelle von Brustschmerzen. Brustschmerzen können zu einer Beeinträchtigung der Atmung und körperlichen Funktion führen, wobei längere Aufenthaltszeiten sowie hohe Morbiditäts- und Mortalitätsraten beobachtet werden. Nicht-pharmakologische therapeutische Interventionen sind Teil des Behandlungsplans von Patienten, bei denen Rippenfrakturen diagnostiziert wurden, jedoch sind keine kurzen Zusammenfassungen der Behandlungsoptionen für das Management verfügbar, noch wurden die Auswirkungen dieser Interventionen auf die Ergebnisse von Schmerz und körperlicher Funktion in einem ganzheitlichen Verfahren ermittelt Format.

Zweck: Diese systematische Übersichtsarbeit zielt darauf ab, festzustellen, welche nicht-pharmakologischen therapeutischen Interventionen zur Behandlung von Schmerzen nach akuten Rippenfrakturen eingesetzt werden, sowie die Auswirkungen dieser Interventionen auf Schmerzen und körperliche Funktion zu bestimmen. Zu den überprüften sekundären Endpunkten gehörten die Aufenthaltsdauer (LOS), die Atemfunktion und Atemwegskomplikationen.

Methoden: Um die Ziele der Studie zu beantworten, wurde eine systematische Übersichtsarbeit durchgeführt. Es wurde eine dreistufige Suchstrategie verwendet, und die durchsuchten Datenbanken umfassten MEDLINE unter Verwendung von PubMed, EMBASE, PsycINFO, Scopus, CENTRAL, CINAHL Plus und PEDro sowie Google Scholar, OpenGrey (SIGLE), Cochrane Library und das International prospective register of physical reviews (PROSPERO ). Zur Durchführung der Studie wurde das System for the Unified Management, Assessment and Review of Information (SUMARI) des Joanna Briggs Institute verwendet. Es wurde eine Metaanalyse für die Implementierung vor dem Behandlungspaket im Vergleich zu der Implementierung nach dem Behandlungspaket für die Ergebnismesswerte Krankenhausaufenthaltsdauer (LOS), Inzidenz von Lungenentzündung und Sterblichkeitsrate durchgeführt. Der GRADE-Ansatz zur Einstufung der Evidenzqualität wurde befolgt, und für jeden eingeschlossenen Endpunkt wurde eine Tabelle mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse erstellt.

Ergebnisse: Sechzehn Studien mit 2034 Teilnehmern, von denen 42.5 % weiblich und 58.0 % männlich waren, wurden für die abschließende Überprüfung eingeschlossen. Es wurden keine Interventionen identifiziert, die die körperliche Funktion objektiv verbesserten. Akupunktur, kontinuierlich positiver Atemwegsdruck, physiotherapeutische Modalitäten und transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) reduzierten die Schmerzen. Akupunktur, TENS und nicht-invasive Beatmung (NIV) verbesserten die Atemfunktion. Physiotherapeutische Modalitäten, Akupunktur, NIV und multidisziplinäre Behandlungspfade reduzierten pulmonale Komplikationen. NIV-Modalitäten und multidisziplinäre Behandlungspfade führten zu einer reduzierten LOS und Mortalitätsrate. Eine Metaanalyse der Prä- und Post-Versorgungspaket-Implementierung zur Inzidenz von Lungenentzündung ergab eine 63%ige Verringerung des Risikos, eine Lungenentzündung zu entwickeln, im Vergleich zu denen, die ohne Behandlungspakete behandelt wurden (p < 0.00).

Schlussfolgerung(en): Nicht-pharmakologische therapeutische Interventionen unterstützten die Schmerzlinderung, verbesserten die Atmungsfunktion und reduzierten das Auftreten von Lungenentzündungen. Es wurden keine Interventionen identifiziert, die zu objektiven Verbesserungen der körperlichen Funktion führen. Zukünftige Studien sollten daher darauf abzielen, Interventionen zu identifizieren, die Verbesserungen der körperlichen Funktion und der funktionellen Unabhängigkeit, gemessen durch objektive Analyse, unterstützen. Gebündelte Behandlungspfade wurden als wichtige Behandlungsstrategien bei der Behandlung von Patienten nach akuten Rippenfrakturen identifiziert, die das Erkennen einer frühen Beeinträchtigung der Atemwege unterstützen und die Standardisierung der Behandlung und die Zusammenarbeit multidisziplinärer Teams fördern.

Implikationen: Physiotherapeuten sollten daher den Einsatz nicht-pharmakologischer therapeutischer Interventionen als praktikable Behandlungsoptionen bei der Behandlung von Schmerzen und der Wiederherstellung sowohl der körperlichen als auch der Atemfunktion nach akuten Rippenfrakturen in Betracht ziehen.

Finanzierung, Danksagungen: Ein Stipendium wurde von der South African Society of Physiotherapy zur Unterstützung der Finanzierung dieser Studie erhalten.

Stichwort: Brusttrauma, Schmerzen, Atmung und körperliche Funktion

Thema: Kardiorespiratorisch

War für diese Arbeit eine ethische Genehmigung erforderlich? Nein
Institution: Human Research Ethics (Medical) Committee der University of the Witwatersrand
Ausschuss: N/A
Begründung: Die Studie ist eine systematische Übersichtsarbeit.


Alle Autoren, Zugehörigkeiten und Abstracts wurden wie eingereicht veröffentlicht.

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