ANSICHTEN VON GESUNDHEITSPERSONALEN, KINDERN UND FAMILIEN ÜBER DIE BEDEUTUNG DER ERGEBNISSE ORTHOPÄDISCHER INTERVENTIONEN AN DEN UNTEREN EXTREMITÄTEN: EINE QUALITATIVE STUDIE

Reichen Sie das
H. Almoajil1,2, H. Dawes3, S. Hopewell4, F. Toye5, T. Theologis1,6
1University of Oxford, Nuffield Department of Orthopaedics, Rheumatology and Musculoskeletal Sciences, Oxford, Vereinigtes Königreich, 2Imam Abdulrahman Bin Faisal University, Department of Physical Therapy, College of Applied Medical Science, Dammam, Saudi-Arabien, 3Oxford Brookes University, Centre for Movement, Occupation and Rehabilitation Sciences, Oxford Institute of Nursing, Midwifery and Allied Health Research, Oxford, Vereinigtes Königreich, 4University of Oxford, Centre of Statistics in Medicine, Nuffield Department of Orthopaedics, Rheumatology and Musculoskeletal Sciences, Oxford, Vereinigtes Königreich, 5Oxford University Hospitals NHS Foundation Trust, Physiotherapy Research Unit, Nuffield Orthopaedic Centre, Oxford, Vereinigtes Königreich, 6Oxford University Hospitals NHS Foundation Trust, Nuffield Orthopaedic Centre, Oxford, Vereinigtes Königreich

Hintergrund: Orthopädische Eingriffe an den unteren Extremitäten, wie Operationen oder physiotherapeutische Rehabilitation, können bei gehfähigen Kindern mit Zerebralparese (CP) zu erheblichen Verbesserungen der motorischen Funktion führen. Obwohl häufig mehrere Ergebnisse gemessen werden, erfassen diese Ergebnisse jedoch nicht immer die Perspektive der verschiedenen Interessengruppen. Was sind beispielsweise die Erwartungen und Bedürfnisse der Kinder und ihrer Familien und wie schneiden diese im Vergleich zu denen der Chirurgen und Therapeuten ab? Qualitative Forschung kann unser Wissen über die Perspektiven der verschiedenen an diesen Eingriffen beteiligten Interessengruppen erweitern und die Entwicklung zentraler Ergebnissätze erleichtern.

Zweck: Ziel dieser Studie war es, die Ansichten verschiedener Interessengruppen zu wichtigen Ergebnissen orthopädischer Eingriffe zu untersuchen. Dieses Wissen wird zur Entwicklung eines Kernergebnissatzes für gehfähige Kinder mit CP beitragen.

Methoden: Es wurden halbstrukturierte Interviews mit 10 Gesundheitsfachkräften und 10 Kindern mit CP und ihren Eltern durchgeführt. Die Interviews wurden durch einen Interviewleitfaden und „Talking Mat“-Bildkarten unterstützt, die die Konversation mit jüngeren Kindern erleichtern sollten. Alle Interviews fanden im Vereinigten Königreich statt. Die Interviews wurden persönlich oder online durchgeführt. Die Inhaltsanalyse wurde verwendet, um die Ergebnisprioritäten verschiedener Interessengruppen zu ermitteln. Die in den Interviews ermittelten Ergebnisse wurden der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen (ICF-CY) zugeordnet. Die ICF-Verknüpfungsregeln wurden neben der induktiven thematischen Analyse verwendet.

Ergebnisse: Eine umfassende, deduktive und induktiv abgeleitete Liste mit 48 Ergebnissen. Vier Themen, die das ICF-CY-Framework unterstützen, wurden entwickelt, um zu untersuchen, welche Aspekte von chirurgischen Eingriffen und Rehabilitation am wichtigsten sind, darunter Körperfunktion und -struktur, Aktivität und Teilnahme. Es umfasst auch Umweltfaktoren und persönliche Faktoren, die eine wichtige Rolle bei der Gestaltung der Erwartungen der Teilnehmer spielen können. Zwei zusätzliche Themen wurden entwickelt, die sich auf die Ergebnisse in Bezug auf Lebensqualität und unerwünschte Ereignisse beziehen. Die medizinischen Fachkräfte konzentrierten sich auf Ergebnisse in Bezug auf Lebensqualität, Ästhetik, Schmerzen und Gehfähigkeit, während die befragten Kinder und Eltern Schmerzen, Ergebnisse in Bezug auf Mobilität, Gehen, soziales Leben und Unabhängigkeit diskutierten.
Die Ergebnisse zeigen auch, dass es Unterschiede zwischen den Ergebnissen gibt, die von den verschiedenen Teilnehmergruppen (d. h. medizinischem Fachpersonal, Kindern und Eltern) berichtet wurden. Beispielsweise wurde die Häufigkeit von Stürzen und das Gleichgewicht lediglich von Patienten und Eltern als wichtiges Ergebnis wahrgenommen.

Schlussfolgerung(en): Diese Studie ist wertvoll, da sie dazu beitragen wird, sicherzustellen, dass die Ergebnisse die Erfahrungen derjenigen widerspiegeln, die mit CP leben oder ein Kind mit CP betreuen. Dies kann zur routinemäßigen und versuchsweisen Beurteilung orthopädischer Eingriffe an den unteren Gliedmaßen verwendet werden. Obwohl beide Interessengruppen viele der gleichen Funktionsbereiche beschrieben, gibt es bemerkenswerte Unterschiede in der Priorisierung der Ergebnisperspektive und -konstruktion durch diese Gruppen, die zur Entwicklung eines Kernergebnissatzes in diesem Bereich beitragen werden.

Implikationen:
  • Bieten Sie medizinischem Fachpersonal (Klinikern und Forschern) Einblicke in die Aspekte der Pflege, die für Kinder und Eltern am wichtigsten sind
  • Führen Sie durch relevante Ergebnismessungen zu Verbesserungen in der klinischen Praxis
  • Beitrag zur Entwicklung eines Kernzielsatzes für gehfähige Kinder mit CP

Finanzierung, Danksagungen: Imam Abdulrahman Bin Faisal University, Saudi-Arabien
Oxford Medical Research Center
Elizabeth Casson Trust
NIHR Oxford Health
Biomedizinisches Forschungszentrum

Stichwort: Zerebralparese, qualitativ, untere Extremität

Thema: Kinder-und Jugendmedizin

War für diese Arbeit eine ethische Genehmigung erforderlich? ja
Institution: Universität Oxford
Ausschuss: Oxfordshire Research Ethics Committee B
Ethiknummer: REC-Referenz 19/SC/0357


Alle Autoren, Zugehörigkeiten und Abstracts wurden wie eingereicht veröffentlicht.

Zurück zur Auflistung