UNABHÄNGIGKEIT GEWONNEN TROTZ POLITISCHER INSTABILITÄT: EINE FALLSTUDIE EINER PERSON MIT RÜCKENMARKVERLETZUNG IN BURUNDI

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Ndayishimiye MB1, RauB.2, Barth C.3
1Institut Saint Kizito, Physiotherapie, Bujumbura, Burundi, 2Internationales Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), Gesundheit (Körperliches Rehabilitationsprogramm), Genf, Schweiz, 3Internationales Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), Gesundheit (Körperliches Rehabilitationsprogramm), Bujumbura, Burundi

Hintergrund: Politische Unruhen haben schädliche Folgen für das menschliche Leben, insbesondere in Ländern mit niedrigem Einkommen wie Burundi, wo die Rehabilitation noch immer kaum vertreten ist. Es erhöht die Krankheitslast, da die Zahl der Menschen mit Behinderungen zunimmt. Interdisziplinäre Teams und humanitäre Organisationen spielen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Servicequalität.

Zweck: Das Ziel dieser Fallstudie war es, die Bedeutung der Interdisziplinarität aufzuzeigen, um eine optimale funktionale Unabhängigkeit bei der Behandlung einer Person mit einer Rückenmarksverletzung zu gewährleisten, insbesondere während der politischen Gewalt, die Burundi im Jahr 2015 erlebte.

Methoden: Herr EN ist ein Fahrer im Alter von 33 Jahren. Im April 2015 wurde er in die Lendengegend geschossen, was zu einer inkompletten L2-Querschnittslähmung ASIA B führte. Er unterzog sich einer Bauchoperation und wurde im Juni 2015 in das Rehabilitationsinstitut Saint Kizito eingeliefert. Drei aufeinanderfolgende Untersuchungen (Juni, September und Dezember 2015) beschreiben seine Rehabilitation. Vollständige Rehabilitation (fünfmal pro Woche eine Stunde) gemäß den Richtlinien zur Behandlung des Rückenmarks (www.elearnsci.org) und orthopädische Vorrichtungen wurden bereitgestellt.

Ergebnisse: Bei der anfänglichen Beurteilung zeigte der Muskeltest Stufe 0 an der linken unteren Extremität und 3 an der rechten unteren Extremität, der maximale Bereich des rechten Knies war 95° Flexion und kein Gefühl der linken unteren Extremität. Fortbewegung war unmöglich und er war auf einen Hausmeister für Mobilität angewiesen. Bei der anschließenden Beurteilung hatte sich die Stärke am rechten Bein auf 4 erhöht, blieb aber am linken Bein unverändert. Beugebereich auf 105° erhöht. Der 6-Minuten-Gehtest wurde mit 2 Krücken, einer Fußorthese für das linke Knie und mit 3 Stopps durchgeführt, die Gehstrecke betrug 50 m. Funktionell war er im Rollstuhl völlig unabhängig. Im Dezember 2015 hatte sich das linke Bein nicht erholt, aber das rechte Bein erreichte die volle Kraft und 120° Knieflexion. Der 6-Minuten-Gehtest wurde ohne Unterbrechung über eine Strecke von 250 m durchgeführt. Mit Krücken erreichte er im Haus seine Selbständigkeit und blieb über weite Strecken auf einen Rollstuhl angewiesen.

Schlussfolgerung(en): Das interdisziplinäre Team und die Beratung durch eine humanitäre Organisation spielten eine wichtige Rolle bei der Betreuung von Opfern politischer Gewalt. Die physiotherapeutische Rehabilitation wird als Hauptakteur bei der Wiedererlangung der Selbständigkeit von Menschen mit Behinderungen gezeigt. Daher werden weitere Studien empfohlen, um die Bedeutung der Rehabilitation in von Konflikten betroffenen Ländern mit niedrigem Einkommen zu ermitteln.

Implikationen: Zu oft bleiben Menschen wie M. EN immer noch ohne Rehabilitation in Burundi. Die Ergebnisse dieser Fallstudie dienen als Grundlage für Gesundheitsbeauftragte und die betroffenen Ministerien. In der Tat ist es wesentlich, dass die Rehabilitation besser dokumentiert wird, um angemessene Strategien zu entwickeln und umzusetzen, um den Bedürfnissen der Opfer von Gewalt und der Behindertengemeinschaft bestmöglich gerecht zu werden.

Finanzierungshinweise: n / a

Thema: Katastrophenmanagement

Ethik-Genehmigung: deskriptive Fallstudie mit Zustimmung des Patienten


Alle Autoren, Zugehörigkeiten und Abstracts wurden wie eingereicht veröffentlicht.

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