EIN KOSTENGÜNSTIGES VERSORGUNGSMODELL, UM MENSCHEN IN LÄNDERN MIT NIEDRIGEM EINKOMMEN ZU HELFEN, DRUCKGESCHWÜRE ZU HAUSE ZU VERWALTEN: EINE RANDOMISIERTE KONTROLLIERTE STUDIE

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Arora M.1, Harvey L.A1, Hayes A.2, Chhabra H.3, Glinky J.1, Lavrencic L.4, Arumugam N.5, Hossain S.6, Bedi P.5, CameronI.1
1Die University of Sydney, Sydney Medical School, Sydney, Australien, 2Universität Sydney, School of Public Health, Sydney, Australien, 3Indian Spinal Injuries Centre, Spine Services, Neu-Delhi, Indien, 4Royal North Shore Hospital, Wirbelsäuleneinheit, Sydney, Australien, 5Punjabi University, Abteilung für Physiotherapie, Patiala, Punjab, Indien, 6Zentrum für Rehabilitation von Gelähmten, Abteilung Physiotherapie, Savar, Bangladesch

Hintergrund: Druckgeschwüre (PUs) nach Rückenmarksverletzungen (SCI) sind häufig und haben schwerwiegende Folgen. Die Behandlung von PUs in Ländern mit hohem Einkommen ist intensiv und vielschichtig. Solche ressourcenintensiven Behandlungen sind jedoch in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen (LMICs) nicht möglich, da Menschen mit SCI ihre PUs größtenteils allein und zu Hause behandeln müssen. In LMICs spielen Physiotherapeuten eine große Rolle bei der Beratung und Unterstützung der Menschen bei der Behandlung ihrer PUs. Eine regelmäßige Beratung durch einen Physiotherapeuten am Telefon kann eine realistische und kostengünstige Option sein.

Zweck: Das Ziel dieser Studie bestand darin, festzustellen, ob ein kostengünstiges Betreuungsmodell mit wöchentlichem Telefonkontakt mit den Patienten zur Behandlung ihres Dekubitus wirksam ist.

Methoden: In Indien und Bangladesch wurde eine 12-wöchige multizentrische, prospektive, prüferblinde, parallele randomisierte kontrollierte Studie durchgeführt. Teilnehmer wurden aufgenommen, wenn sie vor mehr als 3 Monaten eine Rückenmarksverletzung erlitten hatten und mindestens einen Dekubitus hatten. Die Teilnehmer wurden nach dem Zufallsprinzip der üblichen Pflege oder der üblichen Pflege mit wöchentlichem Telefonkontakt zugeteilt. Der wöchentliche Telefonkontakt erfolgte mit einem ausgebildeten Physiotherapeuten. Der Physiotherapeut leistete fortlaufend Rat und Unterstützung. Insbesondere umfasste dies die Stärkung von Selbsthilfestrategien zur Behandlung ihrer Dekubitus, die Minimierung psychischer Belastungen und die Verbesserung der Lebensbeteiligung. Das primäre Ergebnis war die Größe des Dekubitus nach 12 Wochen. Es gab 13 sekundäre Ergebnisse, darunter die Dekubitus-Heilungsskala, die Dekubitustiefe, die Braden-Skala und die Zufriedenheit mit der Gesundheitsversorgung.

Ergebnisse: Einhundertzwanzig Teilnehmer wurden randomisiert. Der mittlere Unterschied zwischen den Gruppen hinsichtlich der Größe des Dekubitus nach 12 Wochen betrug 1.1 cm2 (95 % KI, -0.8 bis 4.3) und war damit so gering, dass ein Behandlungseffekt nicht ausgeschlossen werden konnte. Die Überlebensanalyse, die die Zeit bis zur Heilung widerspiegelte, und sieben der dreizehn sekundären Ergebnisse waren jedoch statistisch signifikant.

Schlussfolgerung(en): Regelmäßige telefonische Beratung durch einen Physiotherapeuten führte zwar nicht zu einer Reduzierung der PU-Größe, die Ergebnisse der meisten sekundären Endpunkte wiesen jedoch auf einen positiven Effekt hin.

Implikationen: Während das primäre Ergebnis nicht eindeutig war, sind die sekundären Ergebnisse vielversprechend genug, um eine größere definitive Studie zu rechtfertigen. Dies ist besonders wichtig, da wir möglicherweise noch beweisen können, dass regelmäßige telefonische Beratung durch einen Physiotherapeuten eine kostengünstige Möglichkeit darstellt, das heimtückische Problem der Dekubituserkrankungen in LMICs zu lindern.

Finanzierungshinweise: Für diese Studie gab es keine Finanzierung.

Thema: Neurologie: Rückenmarksverletzung

Ethik-Genehmigung: Die Studie wurde von den jeweiligen Ethikkommissionen der jeweiligen Standorte genehmigt.


Alle Autoren, Zugehörigkeiten und Abstracts wurden wie eingereicht veröffentlicht.

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