DIE SCHMERZVERHALTENSSKALA (PABS): ZUVERLÄSSIGKEIT UND KONSTRUKTIONSGÜLTIGKEIT IN EINER POPULATION MIT CHRONISCHEN RÜCKENSCHMERZEN

Alema D.1,2, Leaver A.1, Moloney N.3, Auch Bayel H.2, Alashaikh G.4, Mackey M.1
1The University of Sydney, Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Sydney, Australien, 2King Saud University, Health Rehabilitation Sciences, Riad, Saudi-Arabien, 3Macquaire University, Fakultät für Medizin und Gesundheitswissenschaften, Sydney, Australien, 4Prince Sultan Military Medical City, Abteilung für Physiotherapie, Riad, Saudi-Arabien

Hintergrund: Chronische Kreuzschmerzen (LBP) sind behindernd und werden häufig mit beobachtbaren schmerzbezogenen Verhaltensweisen in Verbindung gebracht. Es fehlen jedoch valide und zuverlässige Methoden zur systematischen Bewertung des damit verbundenen Schmerzverhaltens. Die Pain Behavior Scale (PaBS) wurde entwickelt, um sowohl das Vorhandensein als auch den Schweregrad von LBP-bedingtem Schmerzverhalten zu messen.

Zweck: Das primäre Ziel der Studie war es, die Reliabilität und Konstruktvalidität des PaBS während standardmäßiger körperlicher Leistungstests (PP) zu untersuchen. Ein zweites Ziel war es, die Test-Retest-Reliabilität der PP-Maßnahmen zu untersuchen.

Methoden: Zweiundzwanzig Teilnehmer mit chronischem LBP wurden während der Durchführung von fünf PP von zwei Ratern beobachtet. Das Schmerzverhalten wurde mit PaBS bewertet. Die visuelle Analogskala und der modifizierte Oswestry-Behinderungsindex wurden verwendet, um Schmerzen bzw. Behinderungen zu messen. Die Inter- und Intra-Rater-Zuverlässigkeit des PaBS wurde anhand von Interklassen-Korrelationskoeffizienten analysiert. Rater-Übereinstimmung wurde durch gewichtetes Cohen-Kappa und prozentuale Übereinstimmung analysiert. Die Konstruktvalidität des PaBS wurde analysiert, indem die Korrelationen zwischen PaBS, selbst berichteten Maßnahmen und PP unter Verwendung von Pearsons Produkt-Moment-Korrelationen untersucht wurden.

Ergebnisse: Die PaBS zeigte eine hervorragende Interrater- (1.0) und Intra-Rater- (0.9) Reliabilität. Das PP zeigte eine gute Test-Retest-Zuverlässigkeit (0.6–1.0). Es wurde eine perfekte Übereinstimmung in der Angabe des Schmerzverhaltens gefunden. Es wurden starke Korrelationen zwischen Schmerzverhalten und Schmerzintensität (r = 0.6) und Behinderung (r = 0.6) gefunden, was auf eine gute Konstruktvalidität von PaBS hinweist. Moderate Korrelationen wurden zwischen Schmerzverhalten und PP gefunden bei: Aufstehen vom Sitzen (r = 0.5), Rumpfbeugung (r = 0.4), zeitgesteuertes Auf-und-ab-gehen (r = 0.4) und 0.4-Fuß-Gehen (r = XNUMX).

Schlussfolgerung(en): Der PaBS ist ein gültiges und zuverlässiges Instrument zur Messung des Vorhandenseins und der Schwere des Schmerzverhaltens, und der PP ist ein zuverlässiger Test, um Menschen mit LBP zu unterscheiden. Längsschnittstudien, um zu untersuchen, wie sich das Schmerzverhalten im Laufe der Zeit ändert und ob sie Schmerzen und Behinderungen vorhersagen können, würden die Nützlichkeit der Skala unterstützen. Darüber hinaus ist auch die Bewertung der Nützlichkeit der Skala als Mittel zur Untergruppierung von Patienten und zur gezielten Behandlung gerechtfertigt.

Implikationen: Der PaBS ist wichtig, da er das Schmerzverhalten während der Durchführung von Funktionstests bewertet, die üblicherweise zur Beurteilung von Menschen mit LBP verwendet werden. Das Tool ist einfach zu bedienen und Ärzte sollten mit etwas Training in der Lage sein, Schmerzverhalten einfach und genau zu dokumentieren. Dieses Tool würde auch eine mehrdimensionale Bewertung chronischer Schmerzen unterstützen.

Finanzierungshinweise: Diese Forschung erhielt keinen spezifischen Zuschuss von Finanzierungsagenturen im öffentlichen, kommerziellen oder gemeinnützigen Sektor.

Thema: Bewegungsapparat: Wirbelsäule

Ethik-Genehmigung: Die ethische Genehmigung für diese Studie wurde vom Human Research Ethics Committee der University of Sydney, Australien, eingeholt (2015/771).


Alle Autoren, Zugehörigkeiten und Abstracts wurden wie eingereicht veröffentlicht.

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