SCHMERZKATASTROPHE UND RESILIENZ ALS PRÄDIKTOREN PSYCHOLOGISCHER UND KÖRPERLICHER FUNKTIONEN BEI PERSONEN MIT CHRONISCHEN SCHMERZEN DES MUSKULOSKELETALS

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Sharma S.1, Pathak A.1, JhaJ.1, Jens M.2
1Kathmandu University School of Medical Sciences, Abteilung für Physiotherapie, Dhulikhel, Nepal, 2University of Washington, Abteilung für Rehabilitationsmedizin, Seattle, USA

Hintergrund: Biopsychosoziale Modelle chronischer Schmerzen gehen von einer wichtigen Rolle psychologischer Faktoren aus
(z. B. Schmerzkatastrophisierung, Resilienz) als Beitrag zum Schmerz und seiner Auswirkung. Verschiedene Kontextfaktoren wie Einkommen und Bildung könnten jedoch möglicherweise eine moderierende Rolle bei den Zusammenhängen zwischen psychologischen Faktoren und Funktion bei Personen mit chronischen Schmerzen spielen. Dies gilt insbesondere für ein Land wie Nepal, wo die Bevölkerung ein sehr niedriges Bildungsniveau hat und das Jahreseinkommen im Durchschnitt extrem niedrig ist.

Zweck: Das primäre Ziel der Studie war es, die Zusammenhänge zwischen Katastrophen- und Belastbarkeitsmessungen und psychologischen und physischen Funktionsmessungen bei einer Stichprobe von Personen mit chronischen Schmerzen aus Nepal zu untersuchen. Wir haben auch versucht, die Rolle zu verstehen, die Bildungsniveau und Einkommen in diesen Beziehungen spielen können.

Methoden: Eine Querschnittsstudie wurde an 144 Personen mit chronischen muskuloskelettalen Schmerzen aus einem Krankenhaus der Tertiärversorgung (n = 44) und einer ländlichen Gemeinde (n = 100) in Nepal durchgeführt. Es wurden demografische Daten und Daten zur Schmerzanamnese gesammelt und psychologische Faktoren (Katastrophisierung [Pain Catastrophizing Scale], Belastbarkeit [Connor Davidson Resilience Scale]) und Funktion (Angst [Beck Anxiety Inventory], Depression [Beck Depression Inventory] und körperliche Funktion [ Patientenspezifische Funktionsskala]) verabreicht wurden.

Ergebnisse: Die Ergebnisse der Regressionsanalysen zeigten, dass sowohl Bildung (β = 0.31, p = 002) als auch Einkommen (β = -0.21, p = 037) signifikant zur Vorhersage der körperlichen Funktion beitragen. Allerdings trugen weder Katastrophisierung noch Resilienz zur Vorhersage der körperlichen Funktion bei. Obwohl Schmerzintensität, Bildung und Einkommen Angst nicht signifikant vorhersagten, katastrophisierend (β = 0.55, p
Schlussfolgerung(en): In einer Stichprobe von Personen mit chronischen Schmerzen aus einem Entwicklungsland sind Bildung und Einkommensniveau als Prädiktoren für die körperliche Funktion wichtiger als psychosoziale Faktoren. Katastrophisieren scheint als Prädiktoren für Angst und Depression wichtiger zu sein als Resilienz und soziodemografische Faktoren. Resilienz kann eine größere Rolle bei Depressionen für Personen spielen, die relativ mehr oder weniger finanzielle Ressourcen haben.

Implikationen: Die Ergebnisse unterstützen die Katastrophierung als zentralen Faktor im Zusammenhang mit der psychischen Funktion bei Personen mit chronischen Schmerzen aus Nepal und replizieren Erkenntnisse aus der Forschung in Industrieländern. Personen aus Nepal mit chronischen Schmerzen können daher von Interventionen profitieren, die darauf abzielen, Katastrophen zu reduzieren (z. B. kognitive Therapie, neurophysiologische Schmerzaufklärung, Achtsamkeit), obwohl diese Interventionen möglicherweise an den einzigartigen kulturellen und soziodemografischen Kontext in Nepal angepasst werden müssen. Behandlungen, die die Resilienz verbessern, können Depressionen bei Personen mit relativ höherem Einkommen in Nepal stärker lindern als bei Personen mit niedrigerem Einkommen. Andere Interventionen, vielleicht solche, die sich mit Bildungsniveau und Einkommen befassen, können erforderlich sein, um die Funktion in dieser Population zu verbessern.

Finanzierungshinweise: Die Forschung wurde durch den Developing Country Collaborative Research Grant der International Association for the Study of Pain (IASP) – 2015 unterstützt.

Thema: Schmerz & Schmerztherapie

Ethik-Genehmigung: Institutioneller Überprüfungsausschuss, Kathmandu University School of Medical Sciences, Dhulikhel, Nepal


Alle Autoren, Zugehörigkeiten und Abstracts wurden wie eingereicht veröffentlicht.

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