ZUSAMMENHANG ZWISCHEN ZENTRALER SENSIBILISIERUNG, KLINISCHEN SYMPTOME, PSYCHOSOZIALEN FAKTOREN UND BLUTZUCKERKONZENTRATIONEN BEI PERSONEN MIT SCHULTERFROST

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Luch E.1,2, Duenas L.1, Aguilar-Rodriguez M.1, Torres-Cueco R.1, Navarro S.3,4, Struif F.5, Meius M.6,7
1Universität Valencia, Institut für Physiotherapie, Valencia, Spanien, 2Fakultät für Leibeserziehung und Physiotherapie, Vrije Universiteit Brussel, Abteilungen für Humanphysiologie und Rehabilitationswissenschaften, Brüssel, Belgien, 3Universität Málaga, Institut für Physiotherapie, Málaga, Spanien, 4Fakultät für Medizin und Gesundheitswissenschaften, Universität Antwerpen, Institut für Rehabilitationswissenschaften und Physiotherapie, Antwerpen, Belgien, 5Fakultät für Medizin und Gesundheitswissenschaften, Universität Antwerpen, Institut für Rehabilitationswissenschaften und Physiotherapie, Antwerpen, Belgien, 6Fakultät für Medizin und Gesundheitswissenschaften, Universität Antwerpen, Abteilung für Rehabilitationswissenschaften und Physiotherapie, Fakultät für Medizin und Gesundheitswissenschaften, Antwerpen, Belgien, 7Fakultät für Medizin und Gesundheitswissenschaften, Universität Gent, Abteilung für Rehabilitationswissenschaften und Physiotherapie, Gent, Belgien

Hintergrund: Schultersteife (FS) ist ein kaum verstandener Zustand, der zu erheblichen Schmerzen, großen Mobilitätsdefiziten und erheblicher Morbidität führt. Aktuelle physiotherapeutische Interventionen bei FS konzentrieren sich hauptsächlich auf die Schulter mit nachgewiesenen positiven Effekten in Bezug auf Schmerzlinderung und Verbesserung der Mobilität. Es gibt jedoch keine Hinweise auf eine Veränderung des Krankheitsverlaufs, was den Bedarf an innovativer Forschung im Bereich FS erhöht.
Kontinuierlich zunehmende nozizeptive Inputs, insbesondere in den frühen Stadien des FS, könnten zu einer lang anhaltenden zentralen Sensibilisierung (CS) führen. Die Beteiligung von CS an FS wurde jedoch noch nicht untersucht und bleibt spekulativ. Darüber hinaus ist die Rolle maladaptiver psychosozialer Faktoren, die wichtige Therapiemediatoren/-barrieren bei anderen chronischen Schmerzzuständen sind, unbekannt. Ebenso bleibt der Einfluss metabolischer Faktoren bei FS unklar.

Zweck: Diese Studie bewertete die Korrelationen zwischen CS-Maßnahmen und klinischen Symptomen (Schwere und Dauer der Schmerzen, Behinderung), psychosozialen Faktoren und Blutzuckerkonzentrationen bei Probanden mit FS. Darüber hinaus wurde die Fähigkeit von klinischen Ausgangssymptomen, psychosozialen Faktoren und Blutglukosekonzentrationen zur Vorhersage von CS nach 3 Monaten Follow-up untersucht.

Methoden: Neununddreißig Probanden mit primärem FS wurden eingeschlossen. Alle Teilnehmer füllten eine visuelle Analogskala und die folgenden Fragebögen aus: Shoulder Pain and Disability Index (SPADI), Pain Catastrophizing Scale (PCS), Pain Vigilance and Awareness Questionnaire (PVAQ) und Central Sensitization Inventory (CSI). Anschließend führten alle Probanden quantitative sensorische Tests durch, um lokale und entfernte Druckschmerzschwellen (PPTs), zeitliche Summierung (TS) und konditionierte Schmerzmodulation (CPM) zu untersuchen. Venöse Blutproben wurden gesammelt, um die Blutglukosekonzentration durch einen Glykohämoglobintest (AC1-Test) zu analysieren. Alle Messungen wurden zu Studienbeginn (T0) und nach 3 Monaten (T3) durchgeführt. Korrelationskoeffizienten nach Pearson wurden berechnet, um mögliche Korrelationen zwischen CS-Maßnahmen und klinischen Symptomen, psychosozialen Faktoren und Blutglukosekonzentrationen bei T0 aufzudecken. Es wurde eine multiple Regressionsanalyse durchgeführt, um die Fähigkeit von klinischen Ausgangssymptomen, psychosozialen Faktoren und Glukosekonzentrationen zur Vorhersage von CS bei T3 zu beurteilen.

Ergebnisse: Es wurden signifikante Korrelationen zwischen klinischen Symptomen und einigen CS-Messungen (CPM, TS, Remote-PPTs, CSI) beobachtet. Höhere Werte in PCS und PVAQ korrelierten signifikant mit einigen CS-Korrelaten (Remote-PPTs, CPM und CSI). Die AC1-Testergebnisse korrelierten signifikant mit dem CPM- und dem CSI-Score. Baseline VAS war in der Lage, 31 % der Varianz von TS bei T3 vorherzusagen. Darüber hinaus waren VAS und SPADI in der Lage, 60.8 % der CPM-Varianz zu T3 vorherzusagen. Der PVAQ-Score zu Studienbeginn konnte 14 % der Varianz von Remote-PPTs und 9.8 % der Varianz von CPM zu T3 vorhersagen. Die PCS- und PVAQ-Ausgangswerte sowie die Blutglukosekonzentrationen waren in der Lage, 41 % bzw. 14.5 % der Varianz der CSI-Werte zu T3 vorherzusagen.

Schlussfolgerung(en): Klinische Symptome, psychosoziale Variablen und Blutglukosekonzentrationen waren mit einigen CS-Variablen assoziiert und konnten bei Probanden mit FS die Varianz einiger CS-Korrelate nach 3 Monaten vorhersagen.

Implikationen: Eine längere Dauer und Intensität der Schmerzen, das Vorhandensein von maladaptiven psychosozialen Faktoren und eine übermäßige Glukosekonzentration können Kliniker auf das Vorhandensein von CS-Mechanismen bei FS aufmerksam machen.

Finanzierungshinweise: Diese Forschung erhielt keine spezifische Förderung von einer Förderagentur im öffentlichen, kommerziellen oder gemeinnützigen Sektor.

Thema: Schmerz & Schmerztherapie

Ethik-Genehmigung: Diese Studie wurde vom Human Research Ethics Committee der Universität Valencia, Spanien, genehmigt


Alle Autoren, Zugehörigkeiten und Abstracts wurden wie eingereicht veröffentlicht.

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