SYSTEMATISCHE ÜBERPRÜFUNG DER RISIKOFAKTOREN FÜR KARDIOVASKULÄRE KRANKHEITEN BEI JUGENDLICHEN: IMPLIKATION FÜR DIE PHYSIOTHERAPIE BEI ​​JUGENDLICHEN KARDIOVASKULÄRE GESUNDHEIT UND PRIMÄRE PRÄVENTION

Odunaiya N.1,2, Lou Q.3, Grimmer K.3,4
1Universität Stellenbosch, Kapstadt, Südafrika, Physiotherapie, Kapstadt, Südafrika, 2University of Ibadan, Physiotherapie, Ibadan, Nigeria, 3Universität Stellenbosch, Physiotherapie, Kapstadt, Südafrika, 4University of South Australia, International Centre for Allied Health Evidence, Adelaide, Australien

Hintergrund: Herz-Kreislauf-Erkrankungen (CVD) sind weltweit ein großes Gesundheitsproblem. 2004 wurde geschätzt, dass bis 2030 die Zahl der kardiovaskulären Todesfälle von 17.5 Millionen auf 23.4 Millionen steigen wird, was einem Anstieg von etwa 37 % gegenüber 2004 entspricht. Körperliche Inaktivität, ungesunde Ernährung, Tabakrauchen und schädlicher Alkoholkonsum, Übergewicht und Adipositas, Bluthochdruck und Dyslipödem sind modifizierbare Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen. Diese Risikofaktoren beginnen in der Kindheit und Jugend und reichen bis ins Erwachsenenalter.
Angesichts der zunehmenden Belastung durch kardiovaskuläre Erkrankungen weltweit und insbesondere in Entwicklungsländern erscheint es sinnvoll, sich auf die Prävention der Entwicklung von Risikofaktoren bei Jugendlichen zu konzentrieren. Systematische Übersichtsarbeiten haben gezeigt, dass Physiotherapeuten Patienten hinsichtlich einer Verhaltensänderung im Lebensstil effektiv beraten können, und haben die Evidenz für Bewegung bei der Behandlung und Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen identifiziert.
Die Untersuchung der Prävalenz modifizierbarer kardiovaskulärer Risikofaktoren bei Jugendlichen ist entscheidend, um den Weg für wirksame Präventionsprogramme zu ebnen, die die zukünftige Belastung von Erwachsenen durch kardiovaskuläre Erkrankungen verringern können unter Jugendlichen und Unterschiede in den Risikofaktoren bei Jugendlichen aus verschiedenen Rassen und Regionen der Welt.

Zweck: 1. Studien zur Prävalenz modifizierbarer kardiovaskulärer Risikofaktoren bei Jugendlichen aus allen Ländern der Welt systematisch zu identifizieren und kritisch zu bewerten.
2. Beschreibung der Prävalenz modifizierbarer kardiovaskulärer Risikofaktoren bei Jugendlichen in verschiedenen Regionen der Welt, um festzustellen, ob spezifische Programme zur Prävention von Risikofaktoren entwickelt werden sollten, um auf spezifische Bedürfnisse in verschiedenen Regionen abzuzielen.

Methoden: Im Oktober und November 2014 wurde eine umfassende Suche in bibliografischen Datenbanken durchgeführt, die über die Bibliothek der Universität Stellenbosch verfügbar sind. Deskriptive und Querschnittsstudien, die hauptsächlich über die Prävalenz eines oder mehrerer modifizierbarer kardiovaskulärer Risikofaktoren bei Jugendlichen in allen Ländern der Welt berichten, wurden eingeschlossen. Die extrahierten Daten wurden in Microsoft (MS) Excel-Tabellen eingegeben. Die Daten konnten aufgrund der großen Unterschiede in Bezug auf Altersgruppierung, Risikodefinitionen und Datenerhebungsinstrumente und -methoden nicht für eine Metaanalyse zusammengefasst werden. Daher wird das Ergebnis der Überprüfung in narrativer Form dargestellt.

Ergebnisse: Fünfzehn Studien wurden in diesen Review eingeschlossen. Die Mehrheit der Studien stammte aus entwickelten Ländern. Die kombinierte Altersspanne war 9-20 Jahre. Es gab eine hohe Prävalenz modifizierbarer kardiovaskulärer Risikofaktoren in allen Ländern. Europäische Länder wiesen eine hohe Prävalenz des Rauchens unter Jugendlichen auf. Die Prävalenz von Dyslipödem reichte von 2.5 % im Iran bis zu 48.9 % bei ländlichen mexikanischen Jugendlichen. Die Prävalenz von Übergewicht und Adipositas lag zwischen 0.6 % und 48.7 %. Die Prävalenz von Übergewicht und Adipositas bei amerikanischen Jugendlichen nahm ab.

Schlussfolgerung(en): Dieser Review ergab eine sehr unterschiedliche Prävalenz von kardiovaskulären Risikofaktoren bei Jugendlichen in allen Ländern. In vielen Ländern liegen keine Daten zum Trend der kardiovaskulären Risikofaktoren bei Jugendlichen vor. In verschiedenen Ländern besteht Bedarf an präventiven Strategien mit Schwerpunkt auf CVD-Risiken, die in jedem Land weit verbreitet sind.

Implikationen: Physiotherapeuten sollten sich der Aufgabe der Gesundheitsförderung und Prävention chronischer Erkrankungen bei Heranwachsenden in ihren Ländern stellen.

Finanzierungshinweise: Diese Studie wurde vom African Population and Health Research Center über die Ford Foundation und IDRC finanziert

Thema: Nicht übertragbare Krankheiten (NCDs) und Risikofaktoren

Ethik-Genehmigung: Ethikkommission der Universität Stellenbosch


Alle Autoren, Zugehörigkeiten und Abstracts wurden wie eingereicht veröffentlicht.

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