SCHULTERSCHMERZEN VERSTEHEN: EINE QUALITATIVE BEWEISSYNTHESE, DIE DIE PATIENTENERFAHRUNG ERKUNDET

C.Maxwell1, K.Robinson1, K. McCreesh1
1University of Limerick, Health Research Institute, Limerick, Irland

Hintergrund: Über ein Viertel der Allgemeinbevölkerung leidet im Laufe ihres Lebens unter muskuloskelettalen Schulterschmerzen, wobei die Schmerzen bei 50 % der Personen länger als sechs Monate anhalten. Es ist eine behindernde Erkrankung, die sich negativ auf die Lebensqualität, das psychische Wohlbefinden und die Fähigkeit, eine Beschäftigung aufrechtzuerhalten, auswirkt. Berichte über die aktuelle Praxis spiegeln einen Mangel an Konsistenz bei der Umsetzung von Forschungsempfehlungen für die Behandlung von Schulterschmerzen wider. Die Vertiefung unseres Verständnisses der Erfahrungen des Einzelnen, mit Schulterschmerzen zu leben und eine Behandlung zu erhalten, wird wahrscheinlich eine Schlüsselrolle bei der Verbesserung des Engagements und der strikteren Einhaltung evidenzbasierter Interventionen spielen.

Zweck: Der Zweck dieser Studie war es, qualitative Forschungsstudien zu überprüfen und zusammenzufassen, die die Erfahrungen von Personen mit Schulterschmerzen untersuchen, um das Verständnis solcher Erfahrungen zu verbessern und Entwicklungen im Gesundheitswesen zu erleichtern.

Methoden: Ein meta-ethnografischer Ansatz wurde gewählt, um geeignete veröffentlichte qualitative Forschungsstudien zu überprüfen und zusammenzufassen. Die Ergebnisse aus jeder eingeschlossenen Studie wurden mithilfe des siebenstufigen Prozesses von Noblit und Hares ineinander übersetzt. Im März 11 wurde eine systematische Suche in 2020 elektronischen Datenbanken durchgeführt. Die methodische Qualität wurde mit dem CASP Appraisal Tool bewertet.

Ergebnisse: Neunzehn Studien wurden in die Metasynthese eingeschlossen. Die enthaltenen Artikel untersuchten sowohl die gelebten als auch die behandlungsbezogenen Erfahrungen der Teilnehmer. Alle diese Artikel wurden als von hoher methodischer Qualität eingestuft. Drei Themen wurden identifiziert; 1) Negative emotionale, soziale und Aktivitätsauswirkungen: „Es war ein großer Umbruch“, 2) Verständnis entwickeln: „Warum tut es so weh?“, 3) Übung: „Werde ich viel Schmerz durchmachen müssen beim Bewegen...?“. In allen eingeschlossenen Studien waren die schweren emotionalen und körperlichen Auswirkungen von Schulterschmerzen ein zentrales Ergebnis. Viele suchten eine „dauerhafte“ Lösung mit einer Operation. Die Offenheit für andere Behandlungsoptionen wurde unter anderem durch folgende Faktoren beeinflusst: Verständnis von Schmerzen, Vorerfahrungen und Behandlungserwartungen.

Schlussfolgerung(en): Diese Übersicht bietet wertvolle Einblicke in die Auswirkungen von Schulterschmerzen auf das Leben der Menschen und bietet neue Einblicke in die Behandlungserfahrung. Ein verbessertes Bewusstsein für die Erfahrungen der Menschen mit Schulterschmerzen und deren Behandlung ist für Kliniker bei der Planung und Umsetzung evidenzbasierter Empfehlungen von entscheidender Bedeutung. Weitere qualitative Forschung zur Untersuchung der Behandlungsentscheidung würde wertvolle Informationen liefern und dazu beitragen, die Lücke zwischen Forschung und klinischer Praxis zu schließen.

Implikationen:
  • Dieses Papier bietet einen wertvollen Einblick in die Erfahrungen von Personen mit Schulterschmerzen und ist nach Kenntnis der Autoren die erste Übersicht, die behandlungsbezogene Erfahrungen von Personen mit Schulterschmerzen untersucht.
  • Um das Engagement zu verbessern und die Behandlungsergebnisse zu optimieren, wird empfohlen, dass Kliniker alle Missverständnisse frühzeitig im Behandlungspfad erkennen und ansprechen, indem sie frühere Erfahrungen, Verständnis und Erwartungen gründlich untersuchen.
  • Um das Engagement für First-Line-Behandlungen wie Bewegungstherapie zu verbessern, müssen Kliniker Überzeugungen und Wahrnehmungen zu Bewegung untersuchen und darauf achten, wie sie diese Intervention Personen mit Schulterschmerzen präsentieren, wobei sie die Genesungserwartungen und ihren Grad an Selbstwirksamkeit gebührend berücksichtigen .

Finanzierung, Danksagungen: Diese Arbeit wurde vom Irish Research Council (IRC) - Postgraduate Scholarship unterstützt, das Christina Maxwell im Jahr 2018 zuerkannt wurde. 

Stichwort: Muskel-Skelett-, Schulterschmerzen, qualitative Evidenzsynthese

Thema: Bewegungsapparat: obere Extremität

War für diese Arbeit eine ethische Genehmigung erforderlich? Nein
Institution: Universität Limerick
Ausschuss: Forschungsethikausschuss der University of Limerick
Begründung: Diese Studie ist eine Überprüfung veröffentlichter Forschungsergebnisse und daher war keine ethische Genehmigung erforderlich.


Alle Autoren, Zugehörigkeiten und Abstracts wurden wie eingereicht veröffentlicht.

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